Notinsel-Projekt jetzt auch in Berg
Von links: Christian Dressel (Firma Wiedemann), Joachim Sautter, Bürgermeisterin Manuela Hugger, Cilia Röder von der Kinderstiftung Ravensburg, Ute Engelhardt und Maria Dollinger von der Solidarischen Gemeinde e.V..Kinderstiftung Ravensburg
Mit der Firma Wiedemann - Sanieren+Wohnen und dem Frisch-Kost-Laden "Rosenhäusle" am Brunnenplatz haben sich erstmals zwei Geschäfte dem Projekt "Notinsel" in der Gemeinde Berg angeschlossen. Damit ist Berg nach Ravensburg die erste Gemeinde im Landkreis Ravensburg, in der das Präventionsprojekt für Kinder umgesetzt wird.
Notinseln sind Anlaufstellen für Kinder, die unterwegs Hilfe benötigen. Sie bieten Schutz und Unterstützung, etwa wenn Kinder auf dem Schulweg bedrängt werden, ihren Schlüssel oder Geldbeutel verloren haben oder sich nicht mehr zurechtfinden. Die Mitarbeitenden nehmen Kontakt zu den Eltern auf und helfen in schwierigen Situationen weiter. Zu erkennen sind die teilnehmenden Geschäfte, Banken, Arztpraxen, Bäckereien, Kindertagesstätten und weiteren öffentlichen Einrichtungen an den gut sichtbaren Notinsel-Aufklebern im Eingangsbereich.
Im Landkreis Ravensburg gibt es bislang mehr als 30 Notinsel-Standorte - bisher ausschließlich in der Stadt Ravensburg. Begleitend werden Kinder in Schulen und Kindergärten über das Projekt informiert. Auch Eltern erhalten Informationen über die vorhandenen Standorte und deren Funktion.
Die Initiative für die Ausweitung des Projekts nach Berg kam von der Solidarischen Gemeinde Berg e.V. und Joachim Sautter, der bereits seit Beginn in der Ravensburger Projektgruppe mitwirkt.
"Wir sind froh, dass wir mit der Solidarischen Gemeinde Berg e.V. einen Partner gefunden haben, der die Notinseln hier vor Ort betreut und lokaler Ansprechpartner ist für alle, die in der Gemeinde Berg "Notinsel" werden möchten", berichtet Cilia Röder von der Kinderstiftung Ravensburg bei der Übergabe des Notinsel-Aufklebers.
Die Kinderstiftung Ravensburg ist als regionaler Projektträger für das Notinsel-Projekt im Schussental und der Umgebung zuständig.
"Damit wollen wir auch in Berg ein sichtbares Zeichen setzen, damit Kinder sicher unterwegs sein können", betonte Bürgermeisterin Hugger, auch Kuratoriumsmitglied in der Kinderstiftung Ravensburg, und bedankte sich bei Christiane Luitgard vom "Rosenhäusle" und Christian Dressel von der Firma Wiedemann für ihr Engagement.
Weitere Informationen zum Projekt, zu bestehenden Standorten sowie zur Möglichkeit, selbst Notinsel zu werden, gibt es unter www.notinsel.de, bei der Kinderstiftung Ravensburg als regionalem Projektträger sowie im Berger Treff bei Ute Engelhardt von der Solidarischen Gemeinde Berg e.V.