Kinder und ihre Weihnachtswünsche

Wünsche wie "Freude", "Friede", "Toleranz" und "Liebe", "Schnee" oder "Fußball", aber auch ganz persönliche Herzenswünsche auf bunten Holzsternen schmücken jetzt wieder bis Januar zwei Weihnachtsbäume auf dem Münsterplatz in Weingarten und beim Katzenlieselesturm in der Ravensburger Oberstadt. 148 Schüler aus der Schule am Martinsberg, der Schussentalschule und der Talschule in Weingarten sowie 92 Schüler aus der Grundschule Kuppelnau, der Grundschule Klösterle, des SBBZ St. Christina und der Villa Kunterbunt in Ravensburg haben die Sterne selbst gestaltet, bemalt, mit einem immateriellen persönlichen Wunsch versehen und an die Weihnachtsbäume gehängt. Initiiert und durchgeführt wurde die Mitmach-Aktion "Wunschsterne - wir schmücken einen Weihnachtsbaum" wie in den Vorjahren von der Kinderstiftung Ravensburg, mit Unterstützung durch die beiden Städte Ravensburg und Weingarten. Kinderpunsch und Lebkuchen für die jungen Sternekünstler beim Weihnachtsbaum-Schmücken steuerte in Ravensburg die Volksbank Ravensburg bei. In Weingarten gab es Zopfbrot und Kinderpunsch von der Bäckerei Frick und dem Weinhaus Betz. Die Holzsterne wurden durch eine großzügige Unterstützung der Round Tablers finanziert.

Die Kinder und Jugendlichen hatten die Gelegenheit, ihre eigenen Wünsche zu definieren und sie erlebten, wie wichtig auch immaterielle Wünsche sind. "Wir beschäftigen uns im Unterricht schon länger und in verschiedenen Projekten mit dem Thema Wünsche", berichtete Christina Zoller, Klassenlehrerin der Vorbereitungsklasse der Kuppelnau Schule Ravensburg.
Sehr bewegend war gewesen, wie viele Schüler aus den Vorbereitungsklassen als Wunsch angegeben hätten, wieder in ihre Heimat zurückzukehren, mit den früheren Freunden dort zu spielen oder der Großmutter von den Erlebnissen in Deutschland zu erzählen. Andere wiederum wünschen sich eine gute Ausbildung und eine friedliche Zukunft in Deutschland. Die individuellen Wünsche, die die Sterne tragen, sind so unterschiedlich wie die Sternegestalter selbst. Damit die Bäume auch an ihren Spitzen geschmückt werden konnten, kamen in beiden Städten mit Unterstützung der jeweiligen Baubetriebshöfe Hebebühnen mit Körben zum Einsatz. Geduldig und voll Begeisterung warteten die Kinder und Jugendlichen, bis sie selbst in die Höhe schweben durften. Zeitspender der Kinderstiftung waren mit vor Ort, um bei der Sterne-Aufhäng-Aktion mitzuhelfen.