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Stand: 07.01.2015

Pressemitteilung

Mittendrin

Ravensburgs OB im jugendlichen Kreuzverhör

GruppenbildOberbürgermeister Dr. Daniel Rapp (hinten Mitte) stand Sechstklässlern aus der Barbara-Böhm-Gemeinschaftsschule geduldig Rede und Antwort. Mit dabei waren Klassenlehrerin Rani Kunnepurayidathil (rechts neben Rapp), Schulrektorin Monika Glosser (ganz rechts) und Ulrike Schreiner-Luik von der Kinderstiftung Ravensburg (hinten, Fünfte von rechts). Kinderstiftung

Fröhliches Lachen und jugendliches Stimmengewirr vor einem Bildschirm des modernen Besucher-Informations-Systems im Ravensburger Rathaus signalisieren, dass auch sehr junge Besucher schon morgens den Weg in den Verwaltungssitz der Stadt Ravensburg gefunden haben. "Wir sind heute beim Oberbürgermeister eingeladen", erzählen die Jugendlichen. Die rund 25 Schüler der Klasse 6b der Barbara-Böhm-Gemeinschaftsschule sind mit Klassenlehrerin Rani Kunnepurayidathil und Schulrektorin Monika Glosser ins Rathaus gekommen, um Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp zu besuchen. Möglich gemacht hat dies die Kinderstiftung Ravensburg, für die sich Rapp als Botschafter engagiert. "Unter dem Motto ‚Mittendrin statt nur dabei - Wissenswertes aus der Region‘ gewähren Botschafter der Stiftung in einer lockeren Themenreihe Kindern und Jugendlichen Einblicke in ihre Welt, stellen ihre beruflichen Tätigkeiten und ihr Alltagsleben vor", berichtet Ulrike Schreiner-Luik, Ehrenamtskoordinatorin der Kinderstiftung Ravensburg. Ziel der Veranstaltungsreihe "Mittendrin" sei es, Wissen kindgerecht zu vermitteln, Strukturen der Gesellschaft verstehen zu lernen und Einblicke in Berufe, Politik und Zeitgeschehen zu geben.

Und so bevölkern die aufgeweckten Schüler wenig später den großen Sitzungssaal, in dem OB Rapp geduldig erklärt, welche Fraktionen, Stadt- und Ortschaftsräte in den Gemeinderatssitzungen wo ihre Plätze haben. "Cool, da sitze ich ja heute auf dem Stuhl meines Opas", ruft ein Junge begeistert. Die anderen lachen und klatschen Beifall. Gleich darauf erfahren die jungen Rathausbesucher, dass aktuell rund 700 Menschen an 13 Standorten in der Stadtverwaltung arbeiten. "Aus diesen 13 Standorten machen wir jetzt drei", sagt Rapp und berichtet von abgeschlossenen sowie noch laufenden Neu- und Umbau- sowie Umstrukturierungsmaßnahmen. Dann beginnt das Kreuzverhör. Seit wann er OB ist, welche Aufgaben er hat und wie sein Arbeitsalltag aussieht, wollen die Schüler wissen. "Die Vielfalt ist es, die mir Spaß macht", verrät Rapp den Schülern. In Ravensburg werde Demokratie groß geschrieben und die Diskussionskultur sei von besonderer Qualität, lobt er. Beim Thema Flüchtlinge betont Rapp, dass für ihn jeder, der nach Ravensburg komme, ein Ravensburger sei - mit Rechten und Pflichten wie alle anderen Bürger auch. "Das Wichtigste ist, dass man offen ist und dazu bereit, Menschen und andere Kulturen kennenzulernen", appelliert er an die Schüler.

Begeistert zeigt sich das Stadtoberhaupt von der guten Vorbereitung und dem großen Interesse der jungen Rathausbesucher, deren Fragelust nicht enden will. Wie OB Rapp Angela Merkel und Donald Trump beurteile oder ob er Wladimir Putin für einen Machtmenschen halte, möchten die Schüler wissen. Nach der Frage, wie er zu Gemeinschaftsschulen stehe, erzählen sie persönliche Erfahrungen. Sie berichten, dass andere Schüler vielfach nichts mit dieser Schulform anfangen können und sie es vorziehen, nicht zu erzählen, auf welche Schule sie gehen, um negative Kommentare zu vermeiden. Ein Junge erzählt, dass sich die Freunde aus der Grundschule nach dem Schulwechsel von ihm abgewandt hätten. Insgesamt, so die Schüler, würden sie sich freuen, wenn ihre Schule in der Öffentlichkeit besser bekannt würde. Und sie fragen den OB, ob er auch so eine tolle Klassenlehrerin hatte, wie sie eine haben.

Mit interessierten Fragen, was er von Kinderarbeit in anderen Ländern halte, ob er für die Gleichberechtigung von Mann und Frau sei, wie er Medienflut und Digitalisierung bewerte oder für wie aussichtsreich er den Kampf gegen den internationalen Terrorismus sehe, endet die Fragestunde. Die Klasse wird noch von OB Rapp zu einer kleinen Führung durchs Rathaus eingeladen, der die jungen Besucher begeistert Folge leisten. "Wir möchten schließlich auch noch wissen, wie das Büro des Oberbürgermeisters aussieht." Zudem gibt es dort zum Abschluss für jeden noch ein Autogramm des Stadtoberhaupts - als Erinnerung an "Mittendrin".